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Karpfenzucht

Bilder und Informationen über das Züchten von Karpfen in Seen

Einleitung

Für all diejenigen, die sich schon immer gefragt haben wie Speisekarpfen gezüchtet werden habe ich Informationen, einen Bericht und einige Bilder über meinen Besuch (01.11.07) bei einem netten Karpfenzüchter im Landkreis Zwickau (ehemalige DDR) verfasst.

Die Reise vom hessischen Rüsselsheim bis ins 385 Kilometer entfernte Zwickau begann mit einer spontanen Idee meines Freundes Jan. Wie jedes Jahr zu Herbstzeit musste ein Karpfenteich mit ca. 1 Jahr alten Jungfischen ''abgelassen'' werden und die kleinen Karpfen in einen größeren Teich umgesetzt werden. Da es mich schon immer interessierte wie die Fische gezüchtet werden und (besonders jetzt zur Weihnachtszeit) ihren Weg von klein auf bis auf meinen Teller finden, beschloss ich ohne lange zu überlegen diese Reise in den ''ehemaligen Osten'' anzutreten und mich von der Karpfenzucht inspirieren zu lassen...

Kaum angekommen in einem idyllischen kleinen Städchen im Landkreis Zwickau fuhren wir zusammen mit dem Karpfenzüchter Uwe mitternachts an den besagten See um den ''Stöpsel'' aus dem See zu ziehen damit das Wasser bis zum nächsten Tag um 6:00h komplett ablaufen konnte. Der Privatsee (an dem Angeln und die Entnahme von lebenden Fischen streng verboten ist!) befand sich im Wald am Fuß eines herabfallenden, schlammigen Ackers. Auf der anderen/gegenüberliegenden Seite des Sees befand sich ein Damm, der das Teichbecken quasi abschloss und das Wasser daran hinderte weiter in das Tal abzufließen. Genau in der Mitte am Grund dieses Dammes befand sich der besagte Stöpsel.

Leider verlief nicht alles nach Plan, die Öffnung durch die das Wasser ablaufen sollte war durch Schlamm und Blätter verstopft. Es gelang uns nachts jedoch nicht mehr das Problem zu beseitigen und wir ließen das trübe Wasser mir der halben Kraft wie ursprünglich angedacht ins Tal hinabfließen. Der Plan schien dahin zu sein, mit dieser Fließgeschwindigkeit würde der Teich niemals bis um 6:00h morgens leer sein...

 

Am nächsten Morgen um 6:00h: Wir trafen uns mit weiteren Helfern und Verwandten am Haus und fuhren zum See. Dort angekommen sahen wir bereits von weitem, dass der Wasserabfluss sich nicht wie gehofft von alleine stabilisiert hat und noch viel zu viel Wasser im See war. Durch die besseren Witterungs- und Sichtverhältnisse gelang es uns nun jedoch ziemlich schnell die Verstopfung aufzuheben und das Wasser endlich mit voller Kraft ins Tal abfließen zu lassen. 

 

Um ca. 11:00 h war kaum noch Wasser im See und alle kleinen Karpfen haben sich in einer kleinen, letzten Pfütze in der Mitte des Teichs versammelt. Wir zogen uns unsere Wathosen an und stiegen in den ca. 1,0 m tiefen Schlamm um die quirligen Jungkarpfen mit einem Kescher in die für den Transfer vorgesehenen Tonnen und Wannen zu stecken. Die Karpfen haben sich wider Erwartens seit dem Besatz im Juni letzten Jahres (Dauer: 1,5 Jahre) sehr schlecht entwickelt, normalerweise waren die Fische im selben Zeitraum schon wesentlich größer. Jeder Fisch musste einzeln gezählt/erfasst werden damit der Karpfenzüchter einen genauen Überblick über die Population in seinen Teichen erhält. An diesem Tag waren es rund 900 Jungkarpfen die durch unsere Hände glitten. Die Karpfen werden anschließend in einen anderen (größeren) See gesetzt wo sie auf Speisefischgröße heranwachsen können.

Die Karpfen werden vom Züchter im Larvenstadium (Körpergröße ca. 1-5 mm) erworben und vorsichtig in den Teich gesetzt. Die Kosten für ca. 1500 Karpfen-Larven belaufen sich auf rund 18,00 EUR. Durch das verbotene Angeln und durch wilde Tiere wie z.B. Vögel (Kormorane und Fischreiher) etc. wird die Zahl der zuvor eingesetzten Fische auf rund 50% nach ca. einem Jahr minimiert. Diese Umstände machen es dem Züchter nicht gerade einfach am Ende eines Besatz-Zyklus eine angemessene Entlohnung für seine Mühe und Ausgaben zu erwirtschaften. Der Arbeits- und Kostenaufwand ist immens da der Karpfanzüchter alle 2 Tage ca. 10-15 Kilogramm Weizen und anderes Futter in den (oft weit entfernten) See schütten muss. Aller Anfang ist jedoch schwer und was ursprünglich lediglich als reines Hobby angedacht war, macht sich schließlich nach mehreren Jahren, mehreren Seen und mehreren tausend Karpfen auch bezahlt ...

Karpfenzucht und Formen 

Nach ca. 3 Jahren erreichen die Fische eine Körpergröße von ca. 40 cm und bringen ein Gewicht von ca. 2-3 Pfund auf die Waage. In Deutschland werden Zuchtkarpfen durchschnittlich in dieser Größe eingefangen, geschlachtet und verkauft.

Man kann die Fische dann (besonders zur Weihnachts- und Silvesterzeit) in Supermärkten und Fischgeschäften für einen Durchschnittspreis von 5-8 EUR pro Kilogramm käuflich erwerben. In freien Gewässern (z.B. in Flüssen) erreichen Karpfen ein max. Alter von 50 Jahren - in seltenen Fällen sogar über 50 Jahren bei einer Körpergröße von mehr als 1,10 m und einem Gewicht von über 30 Kilogramm !

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Im Laufe der Zeit entwickelten sich vor allem durch Züchtungen aus der eigentlichen Urform ''Schuppenkarpfen'' (Ursprung: Gegend um das Kaspische Meer und der Aralsee im heutigen Aserbaidschan und Turkmenistan) noch folgende andere Karpfen-Unterformen:

Der Wildkarpfen: Das ist die eigentliche Urform, ein vollständiges (ganzes) Schuppenkleid und einen abgeflachten Körper. Die Schuppenanordnung ist unregelmässig. Der Wildkarpfen befindet sich auf der Rote Liste gefährdeter Arten

Der Schuppenkarpfen: Hat ebenfalls ein vollständiges (ganzes) Schuppenkleid, der Rücken ist jedoch höher wie der des Wildkarpfens. Die Schuppenanordnung ist eher gleichmässig und der Kopf ist leicht abgesetzt.

Der Zeilkarpfen: Diese Form hat eine Reihe ungefähr gleich großer Schuppen. Die Schuppen verlaufen meist geradlinig entlang der Seitenlinie. Der restliche Körper ist frei von Schuppen.

Der Spiegelkarpfen: Dies ist die am weitesten in Europa verbreitete Karpfenform. Diese typische Zuchtform weist meist wenige, etwas größere, metallisch glänzende Schuppen auf, die unregelmäßig an den Körperseiten verteilt sind. Vom Kopf bis zum Schwanz verläuft am Rücken meist eine durchgehende Reihe von Schuppen, und auch der Schwanzstiel ist beschuppt. Der Spiegelkarpfen ist meist rund und sehr hochrückig.

Der Lederkarpfen: Diese Karpfenform hat gar keine Schuppen und wird auch ''Nacktkarpfen'' genannt.

Der Koi(Karpfen): Kois sind sehr bunte Karpfenzuchtformen die ursprünglich aus Japan stammen und oft als Zierfische in Teichen und Aquarien gehalten werden. Vom Koikarpfen gibt es viele verschiedene, bunte Abwandlungen, Farben und Formen. 

Nachfolgend finden Sie noch einige Bilder vom alljährlichen Abfischen der Zuchtkarpfen im Herbst:

 

 

 

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Dieser Bericht sollte ein wenig informieren und evtl. auch zum Nachmachen animieren. Wenn ich Ihnen nützliche Informationen liefern konnte und Ihnen meine Seite ein wenig gefallen hat, würde ich mich sehr über eine Weiterempfehlung oder Link von Ihnen freuen ;-)

Petri Heil !