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Weissfisch angeln am Rhein mit Futterkorb / Feederangeln

Tipps zum Fangen von Weissfisch am Rhein und eine Geschichte über den Fang von Barben und  Brassen mit Futterkorb und Maden

Einleitung

Es war heute wieder ein warmer Mitte-Juni Tag und der Rheinpegel war nach dem Tagelangen Regen immernoch ziemlich hoch. Nichtsdestotrotz zog es mich heute doch an den Rhein, da ich im letzten Jahr genau bei diesen, eher ungünstigen Wetter- und Rheinpegel Verhältnissen kapitale Barben, Brassen, Döbel, Nasen und Rotaugen in der Rheinströmung zwischen den Buhnen überlisten konnte. Zu den unentbehrlichen Utensillien beim erfolgreichen Angeln auf Weissfisch im Rheinstrom gehören der bereits vorbebleite, schwere Futterkorb und eine entsprechende starke Angelrute. Mit einem Futterkorb lässt sich die leckere Futtermischung perfekt, unmittelbar in der Nähe des Hakens an dem der tatsächliche Köder hängt anbieten. Der Futtekorb muss ein Gewicht von 50-80 Gramm aufweisen, da er ansonsten peu a peu von der starken Rheinströmung und vom Wellengang der Großschiffe wieder zurück an Land gespült wird.

Der Ansitz auf Weissfisch zwischen den Buhnen im Rheinstrom / Tipps zum Angeln von Weissfisch

Am Wasser angekommen, baute ich meine Angelruten auf und fing an das Futter zu mischen mit dem ich die grossen Brassen und evtl. ein paar kampfstarke Barben anlocken wollte. Ich nehme dazu meist eine Schachtel gewöhnliches Paniermehl, eine Packung Haferflocken und Backvanille Aroma Flakons aus dem Supermarkt. Wem diese günstige Futter-Misch-Variante nicht zusagt, der kann alternativ gerne auch zu fertigen Futtermischungen aus dem Angelgeschäft zugreifen. Diese gibt es in vielen verschieden Varianten, sie unterscheiden sich jedoch je nach zu beangelden Zielfischart in Ihrer Konsistenz, Geruch, Farbe und Lockstoff.

Als Köder habe ich an meinen beiden Angeln ein Madenbündel benutzt, ich habe hier bis zu 10 Maden (!) auf einen Haken aufgezogen. Die Maden sollten ca. alle 30 Minuten erneuert werden, da Sie nach einer gewissen Zeit aufhören sich zu bewegen.

Zur Info: Wichtig beim Feederangeln am Rhein ist dass das Futter eine starke Bindung mit sich bringt, denn der Futterkorb wird in der Strömung stark durchgerüttelt, wäre das nicht der Fall würde das Futter innerhalb kürzester Zeit abfallen und weggetragen werden - der Futterkorb wäre blank und der ganze Anlock-Trick wäre dahin ...

Ein sehr guter Fangplatz zwischen zwei Buhnen im Rhein ist die Scharkante (hier  wird die Strömung aufgrund der Buhnen ''gebrochen'' und verwirbelt), man wirft quasi vom Ufer nicht weiter wie die Buhne ins Wasser ragt. An diesen Stellen tummeln sich massenhaft Fische wie Brassen, Nasen, Barben, Rotaugen, Rotfedern,  Rapfen und Nasen. 

Der erste Kontakt mit den Fischen / Brassen und Barben

Die Ruten waren präpariert und jetzt hieß es abwarten. Die erste halbe Stunde tat sich nichts, doch dann krümmte sich die Rute kurz, einmal, zweimal - dann wieder Stille... Ich wusste aber dass der Fisch nicht weg ist, sondern genau wie ich gespannt abwartet ;-) Dann kam ein weiterer ruckartiger Biss, ich schlug an und siehe da - eine ca. 20 cm grosse Flussbarbe! - Selbst wenn die Barben klein sind liefern Sie einen aufregenden Kampf, die enormen Kräfte dieser schnellen und (kampf)starken Fische werden von der Strömung noch um ein vielfaches verstärkt ...

Ich habe daraufhin wieder neues Futter in meinen Futterkorb eingeknetet und ausgeworfen. Es dauerte keine 10 Minuten bis sich die Angel wieder krümmte. Diesmal war es aber erheblich schwieriger den Fisch an Land zu bekommen. Es war ein 46 Zentimeter grosser und fast ein Kilo schwerer Brassen der den Kampf mit mir Aufnahm. Nach ca. 5 Minuten war alles vorbei und der ''Klodeckel'' in meinem Kescher - ein wirklich schönes Exemplar :-)

Ich kann die Angelmethode mit Futterkorb am Rhein und seiner Strömung wirklich empfehlen, es ist eine perfekte Möglichkeit trotz der starken Fließkräfte des Flusses den Lockstoff direkt und in ständiger Nähe des Köders anzubieten. Mit dieser Methode erhöhen Sie Ihre Fangchancen um ein vielfaches - ohne das stark duftende Futter wäre es eher nur ''Glück'' dass ein Fisch zufällig  vorbeischwimmt und den Köder aufnimmt ...

Bilder des gefangen Brassen und der Barben

An diesem Tag fing ich mit dieser Feeder-Angel-Methode noch eine weitere ca. 25 cm grosse Barbe - im Grossen und Ganzen war ein spannender und erfolgreicher Angeltag. Nachfolgend möchte ich ein paar Bilder der gefangenen Fische aufzeigen:     

    

    

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