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Angeln mit Kunstködern am Rhein (Spinnfischen, Twistern, Blinkern) Zu einer sehr beliebten und erfolgreichen Angelmethode am Rhein gehört das Angeln mit Kunstködern. Diese Angeltechnik nennt man Spinnfischen oder auch Spinnen (aus dem Englischen to spin - sinngemäß drehen, wirbeln, kreiseln). Es ist eine Technik des gezielten Fischfangs von Raubfischen, bei der meist Kunstköder in allen nur erdenklichen Variationen wie z.B.: Gummifische, Blinker, Wobbler, Weichplastikköder (Twister und Shads) oder eben Spinner eingesetzt werden. Die Vibrationen und optischen Reize welche beim Einholen dieser Köder ausgehen verleiten Raubfische zum anbeißen. Die Raubfische schnappen sogar gierig nach diesen raffinierten Ködern selbst wenn Sie satt und vollgefressen sind - die Bewegungen der Köder, die Farbe oder das Rasseln lösen hier einen starken Überreiz aus. Spinnfischen wird sowohl vom Boot als auch vom Ufer aus praktiziert. Es ist eine hohe Kunst und es gehört meist viel Geschick und Übung dazu, den Köder richtig (und an allen Unterwasser-Hindernissen vorbei) zu führen. Ob man dabei kurze Stopps einlegt oder einfach schnell einholt, meistens kommt man nur durch ausprobieren zu gewünschten Fang-Erfolg. Bei dieser Methode des Fischfanges wird in aller Regel nicht lange an einem bestimmten Platz verharrt, sondern es wird das Gewässer nach beißwillligen Fischen abgesucht... Der Rhein hat durch seine vielen strömungsreichen Zonen, Buhnen, Häfen und Altarme einen grossen und vielseitigen Bestand an Raubfischen wie z.B.: Zander, Hecht, Barsch, Rapfen, Wels, Kaulbarsch - es wurden in letzter Zeit sogar vereinzelt Störe und Lachse im Rhein gefangen! - Somit ist der Rhein schon seit längerer Zeit ein sehr beliebtes Ziel von Raubfisch-Anglern. Nachfolgend sehen Sie die einige Beispiele der Kunstköder die beim gezielten Angeln auf Raubfisch am Rhein eingesetzt werden:
Persönliche Erfahrungen / Raubfische angeln mit Spinner am Rhein Ich habe es natürlich auch nicht unversucht gelassen ein paar Räuber am Rhein mit schillernden Kunstködern zu überlisten ... Es war ein etwas verregneter Mitte-September Tag. Ich fuhr zusammen mit meinem Bruder Dennis zu jener Stelle die mir bereits mehrere Male von meinem Arbeitskollegen und Angelkumpanen empfohlen wurde - der Hafenauslauf des Winterhafens in Mainz. Er meinte oftmals zu mir ich solle es mal mit einem kleinen Spinner direkt im und am Auslauf des Hafenbeckens versuchen, dort tummeln sich massig Raubfische da durch das An- und Ablegen der Boote ständig neues Futter und Kleinstlebewesen unterwasser aufgewirbelt werden, was viele verschiedene Fischarten (und folglich auch Raubfische) zum Fressen anlockt. Am Angelplatz angekommen (ca. 18 Uhr) sah und hörte ich bereits die ersten lauten und wilden Jagten kapitaler Fische, es folgte ein ''Schlag'' nach dem anderen - das Wasser hat an dieser Stelle wahrlich ''gekocht''. Nach genauem hinsehen erkannte ich es - es war ein ganzer Schwarm kapitaler Rapfen ! - Ich wartete nicht lange und warf meine Spinnrute bestückt mit einem kleinen silbernen Spinner genau an die Stellen wo die Schläge passierten, doch es Biss gar nichts ... Zum Teil kam ich mir sogar verhöhnt vor, da die grossen Rapfen genau dort auf die Wasseroberfläche ''klatschten'' wo sich direkt mein Spinner befand. Es schien so als würde mein Köder die Räuber gar nicht zu interessieren - so ging das stundenlang, ich konnte die Fische zwar sehen aber absolut kein Biss ... Doch ich ließ mich nicht entmutigen. Die Abenddämmerung brach ein und ich versuchte es wieder mit einigen Würfen parallel zu nahegelegenen Ufer, und siehe da ein erster stärkerer Biss, die leichte Spinnrute krümmte sich und ein heisser Drill begann. Nach einigen wilden Fluchtversuchen konnte ich einen 16 cm grossen Barsch an Land ziehen. Die Freude war gross und ich schöpfte wieder neuen Mut. Einige Würfe später erhielt ich einen weiteren ruckartigen Biss, doch diesmal war der Drill ein wenig schwerer und schleppender - ich war sehr erstaunt was ich am Ende an meinem Spinner vorfand, es war ein 35 cm großer Hecht der meinen Drilling fast komplett geschluckt hat ;) --> Das Fangergenis dieses schönen Septembertages: 6 kleine bis mittelgroße Barsche + 1 Hecht Nachfolgend möchte ich einige Bilder meiner Fänge dieses Tages aufzeigen:
Fazit: Leider durfte ich an diesem Tag den grossen Rapfen bei Rauben lediglich zuschauen - doch im Großen und Ganzen habe ich den Spass am Spinnfischen am Rhein für mich entdeckt, und ich kann es jedem Angler wirklich weiterempfehlen es einmal auf Raubfisch an den vielen Hot-Spots des Rheins wie z.B.: Häfen, Altarme, Buhnen, Warmwasser-Ausläufe von Kraftwerken etc. zu versuchen. Sie werden vom schönen Natur-Panorama und vom grossen Fisch- und Artenreichtum des grössten Flusses Deutschlands begeistert sein !!!
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