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Rapfen (Schied)
Rapfen sind schnelle und sehr wendige Jäger im Oberflächen- und Mittelwasserbereich. Sie bevorzugen Flüsse mit starker Strömung und schnell fliessende Gewässer. Das Verbreitungsgebiet zieht sich von Südskandinavien über Mitteleuropa bis hin zum kaspischen Meer - man findet Rapfen in fast allen mitteleuropäischen Flüssen (Main, Rhein, Donau, Elbe u. Oder), in Häfen, Altarmen und in grösseren Seen. Durch die zahlreichen Gräten werden Rapfen als eher minderwertige Speisefische angesehen - durch die harten und langen Drills sind sie besonders bei Spinnfischern sehr beliebt. Die grosse Besonderheit welche von diesem interessantem und kampfstarken Fisch ausgeht ist, dass er sich in jungen Jahren ausschliesslich wie ein Friedfisch von Kleintieren und Wasserpflanzen ernährt, jedoch mit zunehmenden Alter immer mehr zum wilden Oberflächen-Räuber mutiert.
Lebenszyklus: Die Laichzeit von Rapfen zieht sich von April bis Juni. Die selbsthaftenden Eier werden dabei in strömungsreichen Wasserzonen an stark überschwemmten Kiesbänken abgelegt. Ein durchschnittlich grosses Rapfen-Weibchen produziert bei einem Laichvorgang ziwschen 90.000 bis 800.000 Eier. Die Rapfen-Männchen bekommen in dieser Zeit meinst einen Laichausschlag. Nach ca. 14 Tagen schlüpfen die kleinen, angehenden Räuber und lassen sich mit Hilfe der Strömung in strömungsneutrale Wasserzonen abtreiben, wo sie anfangen sich von Plankton und Kleinstlebewesen zu ernähren. Sie leben bis zu einer gewissen Zeit meist in kleinen Gruppen in Häfen und Altarmen. Nach ca. zwölf Wochen schon beginnen Rapfen immer mehr das Leben eines Einzelgängers einzuschlagen und die ersten Fische zu jagen. Sie wandern mit zunehmender Grösse immer weiter ins Freiwasser zur Flussmitte hin, wo sie dann als Einzelgänger an der Oberfläche auf wilde Beutejagd gehen. Tipps zum Angeln auf Rapfen / Montage und Köder In ruhigen Gewässerabschnitten durchforsten kleine bis mittelgrosse Schied-Exemplare meist in kleinen Grüppchen das Wasser nach Kleinfischen. Grössere Rapfen stellen Ihrer Beute meist in harter Strömung an der Wasseroberfläche nach - die Opfer werden dabei meist von einigen mehreren kapitalen Rapfen zusammengetrieben und erbeutet. Besonders im Sommer kann man die wilden Jagten sehr gut in den frühen Morgenstunden und mit Beginn der Dämmerung beobachten. Es ist wirklich ein wildes Spektakel, die kapitalen Rapfen springen dabei aus dem Wasser und klatschen lautstark auf die Wasseroberfläche - das Wasser ''kocht'' in dieser Zeit regelrecht ! Empfohlene Angelmethoden • Spinnfischen mit Kunstködern Zum Rapfenangeln empfiehlt sich eine stabile Spinnrute, eine Stationärrolle mit (genügend) 0,25 mm - 0,30 mm monofiler Schnur und Kunstköder wie z.B.: kleine Spinner, schlanke Löffelblinker, Oberflächen-Wobbler, Gummifische und Twister in den Farben Weiss, Rot und Silber. Rapfen lieben Farb-Kontraste und sehr schnell geführte Köder. Vergessen Sie nicht dass der Rapfen ein Oberflächen-Jäger ist und richten Sie Ihre Kunstköder und die Art der Köderführung gezielt danach aus ! - Zu den fängigsten Angelplätzen auf kapitale Rapfen zählen Buhnenköpfe, Kanäle, Wehre, Einleiter, Wasserausläufe sowie Gewässer-Abschnitte mit sehr starker Strömung. Info: Kapitale Rapfen Exemplare sind meist sehr misstrauisch und vorsichtig - man kann Sie bei wilden Jagten an der Oberfläche oftmals ''nur'' beobachten, sie verschmähen jeden Kunstköder den man Ihnen dabei vor die Nase wirft... Sie sollten sich den jagenden Fischen möglichst vorsichtig nähern, vermeiden Sie das Werfen von Schatten auf die Wasseroberfläche, laute Geräusche und lautes Aufstampfen auf den Boden. Versuchen Sie verschiedene Kunstköder aus - ziehen Sie diese schnell an der Oberfläche entlang. Der Köder darf dabei auch ab und an aus dem Wasser ''hüpfen'', dass weckt das Interesse der Fische. Drillen Sie die starken Fische auf jeden Fall aus, einmal gehakt liefern grosse Rapfen an der Spinnrute einen atemberaubenden, starken Drill - bei dem meistens die Fische gewinnen ;-) Fangzeit: Die beste Jahreszeit zum Angeln auf Rapfen erstreckt sich von Mai bis September (früh Morgens oder kurz vor Einbruch- bzw. bis in die Dämmerung hinein)
weitere Raubfische die Sie evtl. interessieren: Aal, Bachforelle, Barsch, Grundel, Hecht, Meerforelle, Rebenbogenforelle, Sonnenbarsch, Wels, Zander Petri Heil !
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