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Ködertest: Herbstliches Angeln am Rhein mit Lipless-Crankbaits

Als ich dieses Jahr wieder meinen Sommerurlaub in den USA verbrachte, habe ich mir zum ersten Mal die dortigen Angelgeschäfte näher angeschaut und ich war von der großen Angelgerät- und Köderauswahl fasziniert. Die amerikanischen "Fishin‘ & Tackle-Stores" sind im Vergleich zu unseren Angelläden wirklich riesig und das Angebot wahrhaft gigantisch!

Ich war nicht nur von der Größe der Angelläden beeindruckt, auch das Kunstködersortiment hat mich wirklich umgehauen. In den USA ist die Köderauswahl schätzungsweise zehn Mal so groß (ungelogen) wie die in Deutschland. Und die Preise betragen nur einen Bruchteil der hier angebotenen Angelartikel!

Ich war besonders an Kunstködern interessiert, die bei uns in Deutschland nicht so geläufig sind und ich wollte einfach mal etwas ganz Neues ausprobieren. Beim Stöbern stieß ich dann schließlich auf sog. "Lipless Crankbaits", die dort in allen Größen und Farben angeboten werden. Da ich diese besonderen schaufellosen Wobbler schon einige Male in amerikanischen Angelvideos gesehen habe, habe ich mich prompt dazu entschlossen mir einige davon (Marke RAPALA) zu kaufen. Der Preis für einen Original RAPALA Lipless-Crankbait betrug sagenhafte 3,99 USD - Ein absolutes Schnäppchen!!!

Was sind Lipless-Crankbaits?

Lipless-Crankbaits sind eine Art Rasselwobbler, die keine Tauchschaufel besitzen und an einer am Rücken befindlichen Einhängeöse befestigt werden. Durch die rasselnden und zitternden Bewegungen sollen sie Raubfische zum Anbiss animieren. Die Besonderheit dieser Köder ist, dass sie quasi kopfüber mit einer äußerst aggressiven Aktion durchs Wasser laufen. Die Tauchtiefe wird durch das Ablassen der Köder (die meisten Modelle sind sinkend) und durch die Einholgeschwindigkeit reguliert. Die Köder fliegen aufgrund der schlanken Körperform sehr weit und beginnen i.d.R. schon beim geringsten Zug zu laufen.

     

     

Wie führt man Lipless-Crankbaits?

Es gibt zwei Möglichkeiten Crankbaits zu führen:

1. Gleichmäßiges Einholen => Hierbei wirft man den Köder aus und wartet ab bis er auf eine bestimmte Tiefe abgesunken ist, dann beginnt man ihn mit einer gleichmäßigen Geschwindigkeit ein zu kurbeln. Diese Methode eignet sich besonders gut dazu um den Köder im Mittelwasser oder unmittelbar unter der Wasseroberfläche zu präsentieren. Durch die schnelle und gleichmäßige Einholgeschwindigkeit läuft der Köder geradlinig. Diese Methode eignet sich besonders gut dazu um gezielt z.B. Rapfen und Hechte zu beangeln.

2. Zupfendes Einholen => Hierbei lässt man den Köder zunächst bis auf den Gewässergrund absinken. Sobald er auf dem Gewässergrund zum Aufliegen gekommen ist, beginnt man ihn mit leichten Rutenspitzenzupfern oder mit kurzen Kurbelbewegungen einzuholen. Ähnlich wie beim Gummifischangeln läuft er so im Zick-Zack-Marsch knapp über dem Gewässergrund. Die intensiven Druckwellen, die vom Crankbait ausgehen sind meiner Meinung nach jedoch wesentlich intensiver als die, die von einem Gummifisch oder Twister ausgehen. Eine super Methode um gezielt Zander und Welse zu beangeln!

Leider gibt es bei der o. beschrieben Angelmethode 2 jedoch einen großen Nachteil – man wird unglaublich viele Hänger haben! Da Crankbaits in d. Regel mit zwei Drillingen (an Bauch und Hinterflosse) ausgestattet sind, bleiben diese sehr oft an Unterwassergeäst und Steinen hängen. Man kann dem jedoch ein wenig entgegenwirken, wenn man z.B. den Bauchdrilling entfernt.

Passendes Angelgerät

Angelrute: Zum "Cranken" eignet sich eine 2,4m-2,7m lange Rute mit einer Spitzenaktion (nur die Rutenspitze krümmt sich). Ich persönlich verwende hierfür z.B. eine mittelstarke Zanderrute. Damit lassen sich die Köder weit werfen und man kann die Bisse relativ gut erfühlen.

Angelschnur: Zum normalen Cranken (gleichmäßiges Einholen) kann man eine einfache monofile Angelschnur verwenden. Zum Jiggen sollte jedoch eine dehnungsarme oder gar eine geflochtene Schnur gewählt werden, damit hat man intensiveren Köderkontakt und man kann die Bisse besser deuten.

Vorfach: Man kann Crankbaits direkt an der Hauptschnur in einen einfachen Karabiner einhängen, wenn jedoch Hechte und Zander im Angelgewässer vorkommen, empfiehlt es sich ein Stahlvorfach zu verwenden. Damit die Laufeigenschaften des Köders durch ein starres Stahlvorfach nicht zu sehr beeinträchtigt werden, sollte ein flexibles „7x7 Stahlvorfach“ verwendet werden.

Persönliche Erfahrungen – Angeln mit Lipless-Crankbaits am Rhein

Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen, diese interessanten Angelköder an meinem Hausgewässer (Rhein bei Mainz) auszuprobieren. Wie mein Ködertest verlaufen ist können Sie im nachfolgenden Bericht nachlesen …

Mein Testrevier war ein stark strömender Rheinabschnitt (Hauptstrom) bei Mainz. Die Zielfische auf die ich es abgesehen hatte, waren Großrapfen. Da Crankbaits sich aufgrund der schlanken und schweren Körperform sehr weit auswerfen lassen und unter Wasser einen aggressiven Lauf haben, besitzen sie alle Eigenschaften die man zum Rapfenangeln braucht.

     

Bilder oben: Der Rhein (Hauptstrom) bei Mainz

Erfahrungsgemäß weiß ich, dass Rapfen sehr gut mit roten und weißen Ködern zu überlisten sind also wählte ich meine Cranks nach diesen Farbkriterien aus. Der erste Köder, der zum Einsatz kam war ein rot-gelber 7cm langer und 18gr. schwerer Lipless-Crankbait (Modell "Rattlin-Rap" der Marke RAPALA).

Ich warf den Köder immer so weit es geht aus und kurbelte ihn dann knapp unter der Oberfläche im Eiltempo quer durch die Strömung wieder ein. Es dauerte keine 10Minuten, dann hat es mir fast die Rute aus der Hand gehauen. Ein 50+ Rapfen knallte von unten auf den Köder und sprang damit hoch aus dem Wasser hinaus… es war wirklich ein gewaltiger Biss!

Nach einem enttäuschend kurzen Drill konnte ich den Burschen landen, hier einige Fotos:

     

     
 

Nach ca. 1 Std. Angelzeit und einem weiteren, etwas kleinerem Rapfen, entschied ich mich es einem anderen Köder bzw. mit einer anderen Farbvariante des gleichen Köders zu versuchen …

Der zweite Testköder war ebenfalls ein milchig-weißer "Rattlin Rap" von RAPALA in der gleichen Größe und Gewichtsklasse wie der oben beschriebene. Nach kurzer Zeit erwies sich auch diese Farbvariante als äußerst fängig – Ein Großrapfen stürzte sich im Mittelwasser auf den mit Highspeed geführten Köder … diesmal jedoch ein wesentlich größeres Exemplar wie die beiden vorangehenden. Nach einem kurzen Drill landete auch dieser Prachtrapfen in meinem Kescher, hier einige Bilder …

     

     


Fazit: Ich bin von den Wurf- und Laufeigenschaften der von mir getesteten Lipless-Crankbaits begeistert. Die Köder sind äußerst variabel einsetzbar und absolut fängig!

Demnächst werde ich die Köder auf andere Zielfische (Barsch + Hecht) bei uns am Altrhein versuchen... ich werde über das Ergebnis und über meine Erlebnisse berichten – seien Sie also gespannt und schauen Sie mal wieder rein! ;)

 

Tipps zum Rapfenangeln:

- Hier finden Sie meine TOP 3 - Rapfenköder, mit denen ich schon zahlreiche Rapfen am Rhein überlisten konnte.

- - Haben Sie schon einmal daran gedacht, sich beim Rapfenangeln und Speed-Jiggen aus der Ich-Perspektive zu filmen? - Mit einer speziellen Actioncam sind freihändige Aufnahmen von Livebissen möglich ;)

 

Petri Heil !

 

Finden Sie noch viele weitere nützliche Tipps und Informationen auf meinen Seiten:

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