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Herbstliches Streamerangeln mit der Spinnrute am Rhein

Datum: 05. Oktober 2013 / Ginsheimer Altrhein

Heute, an einem herbstlich verregnetem Oktobersamstag habe ich mich dazu entschlossen es einmal mit sog. "Streamern" am Ginsheimer Altrhein auf Raubfische zu versuchen. Wie es funktioniert und wie es gelaufen ist, werde ich im nachfolgenden Angelbericht beschreiben – jedoch zuerst zur Vorgeschichte ...

Vorwort

Bereits vor einigen Monaten machte ich über das Rhein-Angeln.de Forum die Bekanntschaft mit einem sehr netten und leidenschaftlichen Fliegenfischer aus Langgöns namens Gerhard Grünholz. Er betreibt zuhause eine kleine Fliegenbindewerkstatt (Homepage: "www.greenwood-flyfishing.de") in der eigenhändig Fliegen, Nymphen und Streamer bindet. Da er der Meinung war, dass ich auch gute Erfolge auf Raubfische am Rhein mit Streamern haben würde, schickte er mir ein paar seiner selbst gebundenen Streamer als Geschenk per Post zu.

Was sind Streamer?

Streamer sind Kunstköder, die kleine Fische imitieren sollen. Sie bestehen aus Federn oder Haaren und meist etwas Glitzerndem. Die Farben und die Bewegungen der Köder sollen Raubfische zum Anbiss verleiten.

Bereits nach wenigen Tagen hielt ich 10 Streamer in der Hand. Da ich noch nie etwas mit Fliegenfischen zu tun hatte, konnte ich es nicht wirklich glauben, dass man auf die kleinen putzigen Federbüschel bei uns am Rhein etwas fangen würde …

Tipp: Hier finden Sie einige gute Raubfisch-Streamer zum Spinnfischen am Rhein:

 

- Behr Streamer-Set (12 Streamer)

- Behr Spezial Streamer für Raubfische

- Jenzi FLY-SORT. `STREAMER SELECTION I`

Angelbericht – Streamerangeln am Rhein

Heute – ca. 2 Monate später - habe ich endlich etwas Zeit gefunden die schrill leuchtenden Köder bei uns am Altrhein auszuprobieren.

Hier das Angelgebiet: Der Ginsheimer Altrhein mit mäßiger Strömung und einer Gewässertiefe von ca. 2 Metern

     

Dieses rote Streamer-Modell habe ich als erstes ausprobiert. Der Jigkopf wiegt schätzungsweise 6 Gramm ...

     

Leider hatte ich keine genaue Anleitung wie man mit Streamern fischt. Am Wasser angekommen stand ich dann auch schon vor meiner ersten Hürde – Die Jigköpfe waren zum Auswerfen viel zu leicht! Der oben auf dem Foto abgebildete, rote Streamer war der einzige Köder, der sich ohne zusätzliche Bebleiung einigermaßen weit (ca. 5-10 Meter) auswerfen ließ. Ich versuchte damit einige Würfe, kam aber nicht wirklich weit raus um damit effektiv auf Raubfische zu angeln. Ich musste mir etwas einfallen lassen, um die Wurfweite zu verdoppeln, besser noch um so weit werfen zu können wie ich möchte. Dann kam mir eine Idee! ...

In Holland habe ich schon vor dem selben Problem beim Brandungsangeln auf Hornhechte gestanden. Die oftmals in weiter Ferne stehenden Hornhechte sind ohne besondere Weitwurf-Hilfsmittel mit einem kleinen und leichten Köder nicht zu erreichen. Um auf die erforderliche Wurfweite zu kommen benutzte ich damals einen sogenannten "Sbirolino". Ich bediente mich heute der gleichen Methode um mit den federleichten Streamern am Rhein zu angeln.

Hier einige Bilder meiner Streamermontage:

     

Foto oben links: Hier sieht man die ganze Montage. Der Sbirolino wird auf die Hauptschnur gefädelt und die Hauptschnur wird anschließend an einen speziellen Mehrfachwirbel geknotet. Der Streamer wird an einem ausreichend langem Vorfach (50-70cm) in den Karabinerwirbel eingehängt.

     

Und es funktionierte wirklich super! Die Sbirolino-Streamer-Montage ließ sich perfekt auswerfen und die Streamer hatten einen natürlichen und reizvollen Lauf unter Wasser. Je nach Gewicht der Jigköpfe konnte man sie entweder knapp unter der Wasseroberfläche oder etwas tiefer anbieten.

Tipp: Man kann die Streamer entweder gleichmäßig oder zupfend heran kurbeln. Wichtig ist nur, dass man sie dabei langsam und mit Gefühl durchs Wasser führt.

Die Fänge

Bereits nach einigen wenigen Würfen hatte ich mein erstes Erfolgserlebnis, ein kleiner Hecht hat sich den roten Streamer einverleibt. Ich habe den Köder ähnlich wie beim Gummifischangeln immer mal wieder zum Boden absinken lassen, der Hecht biss in der Absinkphase. Hier einige Bilder:

     

     

Da ich zu Beginn meines Angeltages zugegeben skeptisch war, ob die Köder auch wirklich fängig auf Raubfische sind, war ich nun doch sehr erstaunt, dass der Streamer so schnell zum Fangerfolg geführt hat! Ich versuchte noch einige Würfe mit dem roten Exemplar, konnte jedoch keinen weiteren Fangerfolg verzeichnen.

Da die Tüte, die ich von Gerhard erhalten habe noch weitere Streamer-Modelle in den unterschiedlichsten Farben und Gewichtsklassen enthielt, entschied ich mich noch weitere Köder auszuprobieren. Das Fangergebnis war wirklich verblüffend - nach ca. 1 Stunde fing ich mit meiner Montage genau 7 Barsche.

Hier die Fotos:

     

Bilder: Auf dieses orangene Exemplar habe ich zwei Barsche gefangen. Der Jigkopf war schon fast zu leicht, es war schwer den Köder auf Tiefe zu bringen. Wer tiefer fischen muss, erreicht das mit einem sinkenden Sbirolino oder einer kleinen Bleiolove.

          

Bilder unten: Mit diesem gelben Streamer habe ich 5 Barsche gefangen. Ich habe den Köder sehr langsam und zupfend eingeholt, da konnte kein Stachelritter widerstehen ...

     

     

Fazit: Das Streamerangeln mit der Spinnrute ist eine wirklich interessante und sehr fängige Angelmethode am Rhein. Man muss jedoch zunächst ein wenig Vertrauen zu diesen doch etwas untypischen Kunstködern aufbauen. Mit ein wenig Übung und Gefühl kann man damit dann doch sehr gute Fangerfolge erzielen!

Vorteile / Nachteile

- Ein Vorteil der Köder ist der relativ günstige Preis. Ein Streamer kostet zwischen 1,00 Euro - 3,80 Euro. Ein Wobbler oder Markenspinner kostet im Vergleich dagegen um ein Vielfaches mehr ;)

- Ein kleiner Nachteil ist, dass die Köder nach der Berührung mit Wasser nass sind und auch noch eine Weile nass bleiben. Nach dem Gebrauch sollten die Streamer getrocknet werden. In der Regel reicht es, wenn man sie in einer Köderbox oder Fliegendose offen ins Regal stellt.

Im Großen und Ganzen war ich von den Ködern begeistert und ich kann es jedem empfehlen, es damit einmal an seinem Heimatgewässer auszuprobieren.

Tipp: Hier finden Sie Tipps und Infos zum Angeln mit Mini-Wobblern.

 

Petri Heil !

 

Finden Sie noch viele weitere nützliche Tipps und Informationen auf meinen Seiten:

•  Das Angeln am Rhein                  •  Besucher Fanggallerie                  •  Forellen Blinkern in Dänemark              •  Weitere Angelmethoden

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